| Album von 1888 | ||
| Mit Kommentierungen zur Architektur | ||
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| Das Ensemble von Süden |
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Faktorei und Eisenmagazin |
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Die Maschinenfabrik
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Formhaus, Gießhalle und Walzwerk | Die Gießhalle |
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| Das Formhaus |
Die Getreidemühle
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Das Sägewerk |
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Das Ensemble zur Zeit um 1890. Im Vordergrund die beiden Walzwerke von 1834 und 1840. Rechts davon die Gießerei und das Formhaus. Links angrenzend die Hüttenschenke.
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Blick auf das Ensemble von Norden. Deutlich zu erkennen ist die Maschinenfabrik
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Das Faktoreigebäude entstammt der ersten Bauphase von 1733. Es war und ist bis heute Sitz der Verwaltung sowie Wohnstätte des Administrators bzw. später der Eigentümer. Das Eisenmagazin wurde um 1830 fertig gestellt und diente der Aufbewahrung kleinerer Eisen- und Gussteile. Nahezu unverändert hat sich das Eisenmagazin erhalten: Es kann heute noch am eindringlichsten die Mummenthey'schen Architekturvorstellungen vermitteln. Vor das weitläufige, zweigeschossige und verbreiterte Holzfachwerkgebäude wurde als architektonischer Kulminationspunkt ein dorischer Portikus gestellt, der mit seinen beiden Eckpfeilern, den vier eisernen, mit Beton ausgegossenen Säulen, den dorischen Kapitellen, dem Triglyphen- und Metopen-Gebälk, den Regulae und dem übergreifenden Dreiecksgiebel dem Architekten ein genaues Studium und profunde Kenntnisse der griechischen Baukunst bescheinigt und dem Gebäude ein wuchtiges, der Funktion adäquates Äußeres zu verleihen sucht. Ursprünglich befanden sich zwischen den Tryglyphen gusseiserne Apostelfiguren, die dem Gebäude noch mehr Schmuck und ästhetisches Gewicht verliehen haben.
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Die Maschinenfabrik entstammt ebenfalls der 2. Bauphase um 1830. Sie diente zunächst als Bohr- und Drehwerk. Später wurde die Fassade durch einen Fachwerkvorbau verdeckt. Zwischen den beiden Eingangstüren befindet sich eine Lokomobile für den Antrieb der Transmission.
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Das Formhaus, die Gießhalle und das Walzwerk
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Die Gießhalle von 1832
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Die Gießhalle in Form der neogothischen Industriearchitektur des Kunstmeisters K.H. Mummenthey
Die neogothische Gießhalle gleicht einer „Drei-Apsidenanlage", in der die Formerei eingerichtet ist. Die einzelnen Apsiden bestehen aus sieben Seiten eines Zwölfecks. Während die Ost- und Westapsis lediglich eingeschossig mit einer Reihung spitzbogiger Fenster gezeichnet sind, bildet die Nordapsis zwei Geschosse aus: Über den Fenstern bestehen dicht gereihte Spitzbogenfenster, hinter denen sich in der Art einer mittelalterlichen Zwerggalerie ein schmaler, aber begehbarer Laufgang befindet.
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Dieses in klassizistischen Formen errichtete Formhaus aus dem Jahr 1832 liegt östlich des Hochofengebäudes und besteht aus zwei vierachsigen, Nord-Süd-gerichteten, zweigeschossigen Baukuben, die durch einen Ost-West-angelegten Trakt miteinander verbunden sind. Wahrend das Erdgeschoß in verputztem Bruchstein ausgeführt worden ist, hat Mummenthey das Obergeschoß in der dem Oberharz eigenen Holzfachwerk-Bauweise ausgeführt. Satteldächer schließen das Formhaus ab, dessen Inneres durch hohe, rundbogig geschlossene Fenster belichtet wird. Besonderer baulicher Schmuck dieses entfernt an Empire-Gebäude erinnernden Formhauses ist eine Dreifenstergruppe im Obergeschoß-Westteil. Detailformen wie das hübsche Bogengesims am Dachansatz oder die Wetterfahne mit dem Hannoverschen Ross und den Jahreszahlen 1822 und 1826 beanspruchen darüber hinaus das Interesse. Auch dieses Werksgebäude besaß ursprünglich gusseiserne Apostelfiguren am Außenbau.
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Die Getreidemühle wurde 1872 an Stelle der Hammerhütte erbaut und bis 1960 betrieben. Sie besaß zunächst 4 Mahlgänge, 6 Graupengänge. 1920 wurde sie in eine kombinierte Weizen- und Roggenmühle umgebaut. Die Müllereimaschinen wurden ebenfalls in der Mühlenbauanstalt Königshütte hergestellt.
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Nach dem Verkauf der Königshütte 1871 hat der neue Eigentümer an Stelle der ehemaligen Drahthütte ein Sägewerk (oben: der Fachwerkbau) und eine Mühle zur Verarbeitung der Sägespäne (Ziegelsteinbau rechts) gebaut. Neben dem Ziegelsteinbau wurde um 1890 ein Speicher errichtet. Beide Gebäude sind noch heute vorhanden. In der ehemaligen Drahthütte, die sich zuvor unterhalb des Geländes der Königshütte, an einem dritten Gefälle, befand, wurde das gewalzte Seileisen aus dem Walzwerk weiterverarbeitet.
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