Chronik
zur Geschichte der Königshütte
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1731 |
Der Beschluss zur Neugründung einer Eisenhütte unterhalb des Fleckens Lauterberg wird im Bergamt zu Clausthal gefasst. |
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1733 |
Beginn der Bauarbeiten. Bau der Hochofenhütte mit zwei Hochöfen, Untere Hammerhütte, Kohlenschuppen, des Faktoreihauses, des Stalls, der zwei Hüttenhäuser, des Schlackenpochwerks, der 3. Hammer und der Zerrennhütte. |
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1733 |
Bau des Oderwehres beim heutigen Kurpark am so genannten "Roten Ufer" und des 2,3 km langen Hüttengrabens. |
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1734 |
Bau der 3. Frisch- u. Zerrennhütte, der oberen Hammeresse, des Backofens, des Kohlenschauers hinter der Oberhütte, der 2. Frischhütte, des Formhauses, der Frischessen. |
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1735 |
Erweiterung der 1733 und 1734 begonnenen Gebäude. |
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1736 |
Errichtung des Zain- und Seileisenhammers in der ehemaligen Stahlhütte, die in der Aue neu errichtet wird (3. Gefälle). Bau der l. und 2. Frischhütte, der 3. Frisch- und Zerrennhütte. |
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1736 |
Erster Stahlraffineur Clemens Wolffert. |
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1737 |
Bisherige Baukosten 19.382 Reichsthaler. |
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1738 |
Blechhammer wird in der 3. Hammerhütte durch den Blech- und Platinenschmied Nicolaus Zimmermann. aus Ilmenau angelegt. Betrieben bis 1798. |
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1740 |
Erster Grundriss des gesamten Hüttenkomplexes. |
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1. Faktoreihaus |
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2. Vorratskammer und Stall |
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3. Zahnhütte (Hütte für Halbzeugfabrikate) |
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4. Kohlenschuppen |
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5. Formhaus |
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6. Hütte mit 2 hohen Öfen und Hammer |
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7. Schlackenpochwerk |
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8. Wohnungen für den Faktor und den Hüttenschreiber |
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9. Wohnungen für die Hüttenleute |
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10. Backofen |
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11. 1 Hammerhütte |
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12. 1 Hammerhütte mit Zerennherd und Blauofen |
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1740/41 |
Erste Umbaumaßnahmen am Hochofen. |
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1740-1799 |
Betrieb eines Zerrennherds. |
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1741 |
Einführung des Rheinländischen Frischens durch Oberhütteninspektor J.A. Bertram. |
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1740/1750 |
Der Aufrichtigkeiter Teich (1722 für die Gruben im Engental angelegt), 1739 Wiesenbeker Teich, wird nach Einstellen der Gruben von der Königshütte übernommen. |
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1744 |
Bau eines neuen Zerrennherds. |
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1745 |
Stilllegung der Stahlhütte. |
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1748 |
Die Drahthütte brennt ab, wird neu errichtet. |
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1765 |
Bau eines Blauofens (Neubau?). |
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1773 |
Einrichtung einer Granuliervorrichtung für das von den Harzer Silberhütten benötigte Granuliereisen. Vermutlich Einrichtung eines Eisengranulier-Bades für Rheumakranke und Personen, die an Gelenkentzündung erkrankt sind. |
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1788/89 |
Bau der Steinrenner Hütte im oberen Siebertal als Außenstelle der Königshütte. Der 2. Hochofen der Königshütte wird stillgelegt. |
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1799 |
Erhöhung des Hochofenschachtes von 24 Fuß auf 28 Fuß (ca. 8 m). Kastengebläse. |
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Wiederbeginn der Stahlerzeugung. |
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1820-1832 |
Neubautätigkeit. Neu errichtet werden Hochofen- und Gießereihalle (1830 fertig gestellt). Modellhaus (1822), Eisenmagazin und Maschinenfabrik. |
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Die Königshütte nach dem Neubau 1832 Aquarell von Mühlenpfordt
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Seitenansicht der Gießerei Königshütte Gezeichnet und entworfen von Karl Heinrich Mummenthey
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1. Faktoreihaus 2. Eisenmagazin 3. Bohr- und Drehwerk 4. Hüttenschenke 5. Formhaus 6. Gießerei und Hochofenhütte 7. Hüttenbrunnen 8. Walzwerk für Draht (ab 1834) 9. Walzwerk für Stabeisen (ab 1840) 10. Kohlenschuppen und Eisensteinmagazin
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1823 |
Eine Dreh- und Bohrmaschine und eine Maschine zum Schraubenschneiden bereits vorhanden. |
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um 1828 |
Inbetriebnahme eines Kupolofens. |
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1830 |
Der neue Hochofen hat eine Gesamthöhe von 35 Fuß (ca.10 m). |
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Das Kolbengebläse dafür wird mit dem Bohr- und Drehwerk der Königshütte hergestellt. |
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1833 |
Bau eines neuen Holzwehres (Scholmwehr). |
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1834 |
Bau des Gebäudes und eines Walzgerüstes für die Drahtherstellung. |
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1840 |
Bau des Gebäudes und eines Walzgerüstes zur Produktion von Stabeisen. Neubau der Hammerhütten am 2. Gefälle. |
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1854 |
Inbetriebnahme des Puddelofens mit Steinkohlenfeuerung. 1870 sind drei Puddelöfen auf der Königshütte vorhanden. |
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1857 |
Stilllegung der Steinrenner Hütte. |
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28.10.1863 |
Der große im gotischen Baustil errichtete Kohlenschuppen der Hütte brennt ab. |
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1863 |
Stilllegung des Hochofens der Königshütte. |
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1868 |
Abbruch der Steinrenner Hütte. |
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1872 |
wird der Gichtturm der Hochofenhütte abgebrochen. Bau einer großen Weizenmühle an Stelle der Hammerhütte (2. Gefälle) mit 4 Mahlgängen, 6 Graupengängen und dreistöckigem Speicher. |
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1873-1890 |
Eigene Gasanstalt im ehemaligen Probierhaus. |
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1890-1906 |
Erweiterungsbau der Gießerei zwischen Formenhaus und Gießerei (Modellhaus). |
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Abbruch eines Teils der nordöstlichen Absis des gotischen Gießereihauses. |
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1899 |
Neubau eines Lagerhauses als 2-schiffiger Fachwerkbau mit spitzem Satteldach nördlich des Formhauses. 1989 wurde dieses Lagerhaus verändert und mit Pultdach versehen. |
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1905 |
Neubau des 1904 durch Hochwasser zerstörten Holzwehres am Kurpark. |
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1906/07 |
Zweite Erweiterung der gotischen Gießereihalle in Richtung Hüttenplatz als Formereihalle. Abbruch der nordwestlichen Mittelabsis. |
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1909 |
Vorbau vor gotischem Gebäude. |
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1914 |
Umbau und Erweiterung des Faktorei-Gebäudes als Verwaltung und Wohnhaus für den Hüttenbesitzer R. Holle. |
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1951/52 |
Dachgeschossausbau des Faktoreigebäudes für eine Wohnung. |
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1952 |
werden 24 Werkswohnungen in der Hüttenstraße gebaut. |
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Dritte Erweiterung der Gießereianlage. |
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1951 – 1956 |
Die gotische Anlage verschwindet nach außen gänzlich. Baumeister und Architekt Erdmann Jeche aus Münster, Westfalen. Umbau und Erweiterungsbau bis zum ehemaligen Walzwerkbau. |
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1960 -1970 |
Umbauten und technische Neuerungen in der Gießerei. |
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1969 |
Neubau einer Betriebshalle als Rohgusslager vor dem klassizistischen Formenhaus (Modellhaus) in südwestlicher Richtung. |
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1990 |
Umbau eines Lagerschuppens zum Modellager (nördl. Formenhaus). |
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1997 |
Das ehemalige Probier- und Backhaus wird zum Südharzer Eisenhüttenmuseum umgebaut. Träger ist der Förderkreis Königshütte Bad Lauterberg e.V. |
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Die heutige Königshütte aus der Vogelperspektive
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nach oben |
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Die Produktion
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ab 1737 |
Belieferung der Rohrfabrik (Gewehrfabrik) auf dem Oderfeld bei Barbis und ab 1739 dieser nach Herzberg verlegten Fabrik mit Gewehrlaufplatinen. |
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1750 |
Beide Hochöfen schmelzen 16.250 Zentner Roheisen in 65 Wochen. |
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1772 |
Verordnung zur Kennzeichnung der Ofenplatten, "K" für Königshütte. |
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1795 |
30 Hüttenleute beschäftigt. Erwähnung des Eisengranulierbades. |
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1800 |
Belegschaft 71 Personen. Die Drahthütte verfügt über 5 Zangen und 2 Leiern. Das Produktionsprogramm umfasste: |
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Öfen: Plattenöfen, Sparöfen, Roststäbe, Platten, Koch- und Bratöfen, Kaminöfen, Plättöfen, Herdplatten, Ofenfüße, |
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Werkzeuge: Ringe, Deckel, Kellertüren, Ambosse, Maueranker, Fußkratzer, Pocheisen, Gewichtsstücke bis zu einem Zentner, Schmiedeformen, Dreifüße, Futterkrippen, , Gitter, Lampenpfähle, Wellkränze für Kupferhämmer, Ausgüsse, Medaillen, Schlägel, Rammklötze, Wellzapfen, Zapfenlager , Roste, Ketten, Walzen, Räder, Getriebe, Pflüge, Wasserrohre, Garten- und Feldwalzen, Pressschrauben, Mörser, Pferderaufen, Feuermaschinen |
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Haushaltsgeräte: Waffelkucheneisen, Plätteisen, Bügeleisen, Kochtöpfe, Pfannen, Kessel |
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Sonstiges: Kanonen, Gewehre, Einzelteile für Wasserkünste, Gebläse, 35 verschiedene Drahtsorten, Kunstguss |
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um 1805 |
Beginn des Kunstgusses: Medaillen, Büsten von Cicero und Leibniz. |
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1825 |
Anstellung des Akademischen Bildhauers Friedrich Ferdinand Splittgerber aus Berlin |
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1834 |
Herstellung des ersten Drahtseils für den Harzer Bergbau in Clausthal aus Draht der Königshütte, Entwicklung von Oberbergrat Albert. |
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1842 |
Fertigung von Klaviersaiten. |
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1843 |
Die Hütte liefert zwei Kanonen für das Hildesheimer Schützenfest. |
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1844 |
Über 300 Hütten- und Waldarbeiter arbeiten für die Königshütte. |
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1845 |
Die Königshütte liefert jährlich etwa 12.000 Zentner Eisen. |
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1858 |
Der bekannte Harzer Bildhauer Wilhelm Habich ist als Modelleur auf der Hütte tätig. |
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1871 |
Der Hochofenbetrieb wird nach dem Verkauf endgültig eingestellt. Eisengießerei und Maschinenfabrik werden weiterbetrieben. |
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1888 |
Belegschaftszahl liegt bei 250 Personen. Jährlich werden ca. 50.000 Zentner Gusswaren hergestellt. |
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1890 |
Eigene Stromerzeugung für das ganze Werk im Gebäude der Weizenmühle. |
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1892 |
Belegschaftszahl liegt bei 170 Personen. |
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Fabrikation von Maschinen aller Art, speziell Gas- und Petroleummotore. |
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ab 1900 |
Fertigung von Maschinen für die Papierherstellung, für Getreidemühlen und komplette Anlagen für die Gipsaufbereitung. Entwicklung des sog. "Harzer Kochers" für die Gipsindustrie, Export. |
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1906 |
Die Hütte liefert eine Gipsfabrik nach Spanien in die Nähe der Stadt Aranjuez. |
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1935 |
Belegschaftszahl liegt bei 85 Personen. Die Hütte arbeitet für die Gips-, Kalk-, Zement, Zucker-, Ton-, Bergbau-, Zechen-, Chemische, Industrieofen-, Maschinen-Industrie und für Getreide- sowie Mineralmühlen. Fabrikationsprogramm: Mühlen, Aufbereitungsanlagen, Brecher, Elevatoren, Schnecken, Transmissionen, Apparate, große Zahnräder, Hand- und Formmaschinenguss. Zur Erzielung höchster Qualität stellt die Belegschaft die Erzeugnisse nicht im Akkord, sondern im Stundenlohn her. Spezialität sind rohlaufende Zahnräder mit Durchmessern bis zu fünf Metern. Rund 90% aller Gipsfabriken in Europa sind von der Hütte gebaut worden. Export liegt bei 15 - 30%. |
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1939 |
Belegschaftszahl liegt bei 100 Personen. |
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1939/45 |
Produktion wie bisher und auch für die Rüstung. |
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ab 1945 |
Aufnahme der Serienprodukte wie Gussteile zur Hausentwässerung und Ofenguss. |
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1950 |
Belegschaftszahl liegt bei 157 Personen. Unterstützung durch den Marshallplan. |
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1956 |
Belegschaftszahl liegt bei 259 Personen. |
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ab 1956 |
Einführung kastenloser Formmaschinen. Ausbau des dünnwandigen Grauguss-Programms, dünnwandiger Maschinenguss für Elektromotorenteile. |
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1955 u.1957 |
Lieferung von Gipsfabrikanlagen in die Türkei und |
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1959 |
nach Venezuela. |
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1960 |
Die Handelsmühle wird stillgelegt. Belegschaft liegt bei 184 Personen. |
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1961 |
Lieferung einer Gipsfabrikanlage nach Thailand, später auch nach Jamaika, Bolivien und Brasilien. |
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1962 |
Automatische Altsandaufbereitung, Modernisierung der kastenlosen Formmaschine durch Einführung einer Kunkel-Wagner Rüttelpressformmaschine. |
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1972 |
Aufstellen einer automatischen Formanlage für kastenlose Formen, des sogen. Webac-Automaten. Umstellung vom einfachen Kanal- und Ofenguss zum allgemeinen Maschinen-, Hydraulik- und Armaturenguss. |
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1979/1980 |
Herstellung von Kugelgraphitguss, Inbetriebnahme eines Kernschießautomaten. |
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1988 |
Aufstellen einer automatischen Formanlage (Künkel-Wagner). |
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1989 |
Gütesicherung der Gussfertigung durch Spektralanalysegerät und Delta-C-Gerät. |
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1989-1992 |
Trockenfilteranlage zur Entstaubung der Kupolofenschmelzanlage, Einbau einer Filter- und Gaswaschanlage für die Kernmacherei |
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1991 |
Einstellung der Fertigung von Gipswerkanlagen zur Herstellung verschiedener Gipssorten. |
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1991 -1992 |
Installation der Filteranlagen für die Entstaubung der Sandaufbereitung sowie der Gießerei und Ausleerstationen. |
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1993 |
Inbetriebnahme der Regenerieranlage für harzgebundene Sande und der dazugehörenden Entstaubungsanlage. |
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Sonstiges
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13.12.1777 |
Johann Wolfgang Goethe besucht die Königshütte auf seiner ersten Harzreise. Seine Tagebuchnotiz: "Auf der Königshütte während (des) Fütterns mich umgesehen. Fuhr mir was ins linke Auge." |
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10.08.1784 |
Goethe besucht nochmals die Königshütte. |
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10.08.1811 |
Besuch von König Jeröme und Königin Katharina von Westfalen. Vollplastischer Eisenguss der Büsten des Königspaares. |
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1820 |
Eine Bohrmaschine auf der Königshütte und eine Walzanlage in Oker werden als die bedeutendsten Maschinen auf dem Harz erwähnt. |
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21.09.1839 |
König Ernst August von Hannover besucht die Königshütte. |
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1850 |
Verleihung der kleinen goldenen Medaille auf der Gewerbeausstellung in Hannover. |
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1855 |
Die Königshütte stellt die Reiterstatuette Georg V. von Hannover auf der Weltausstellung in Paris aus. |
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4.10.1856 |
Besuch der hannoverschen Königsfamilie (König Georg V. und Königin Marie und Kinder) mit Gefolge auf der Hütte. |
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1859 |
Verleihung der großen goldenen Medaille auf der Gewerbeausstellung in Hannover |
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1884 |
Die Landdrostei Hildesheim genehmigt das Statut der Königshütter Kranken- und Sterbekasse. |
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1983 |
Die Königshütte wird 250 Jahre alt. Eine Jubiläumsplakette wird gegossen und der Hüttenbrunnen restauriert. |
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1986 |
Die Gesamtanlage Königshütte wird unter Denkmalschutz gestellt. |
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1993 |
Gutachten zur Perspektive des Ensembles "Königshütte" und zu Folgenutzungen für den Denkmalbestand durch Architekt Uwe Kleineberg/Braunschweig. |