
Dies ist der Kleiekotzer der Alten Mühle der Königshütte. Meister Bock
hat ihn geschnitzt, wofür ihm nochmals herzlich gedankt sei.
Der
Mensch hatte schon seit antiker oder möglicherweise vorgeschichtlicher
Zeit das Bedürfnis, ihm wertvolle Erzeugnisse oder Räume vor bösen
Mächten zu schützen. Durch Komik oder Grauen sollte der Eindringling
abgelenkt oder verschreckt werden. Auch im Mühlenbereich
war Aberglaube im Spiel.
Die Kleiekotzer waren allerdings hauptsächlich nur im Schwarzwald und
Elsaß in den dortigen Wassermühlen zu finden. Vielleicht war es auch
einfach nur Brauch, den kleinen, damals nur aus Mahlgang und Beutelkiste
bestehenden Wassermühlen ein Gesicht zu geben und mit seiner Schnitzkunst
mit den anderen Müllern um die schönste Maske wettzueifern.
Der Kleiekotzer wurde stets am Ausgang der Beutelkiste angebracht. Aus seinem
großen Maul rieselte dann die Kleie.
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