Alte Mühle Königshütte
" Glück zu"
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Die Alte Industriemühle in Bad Lauterberg im Harz steht auf dem Gelände der Gießerei Königshütte. Sie wurde 1872 erbaut und bis 1960 betrieben. Das Hauptgebäude ist ein massiver Steinbau, der innen nochmals in zwei Bereiche aufgeteilt ist. Das rechte Gebäude war der Speicher der Mühle und wurde 2007 abgerissen.
Die technische Einrichtung in der Hauptmühle ist noch vollständig erhalten.
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Die Mühle 1888
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Bei der 1733 gegründeten königlich-hannoverschen Eisenhütte in Bad Lauterberg war am heutigen Standort der Getreidemühle zunächst ein Hammerwerk in Betrieb, das auch zur Gründungszeit bereits mit einer Wasserkraftanlage (Wasserräder) betrieben wurde.
Im Zuge der Privatisierung der fiskalischen Königshütte im Jahr 1871 wurde die Gießerei von zwei Wolfenbütteler Unternehmern weitergeführt, von denen der eine der Mühlenbauer A.C. Peters war, der bisher zusammen mit Gottlieb Lutter in Wolfenbüttel die "Erste Deutsche Mühlenbauanstalt" betrieben hatte. Dieser brachte somit sein Wissen für die technische Ausgestaltung der Mühle ein.
Im Zuge der weiteren Hüttenentwicklung wurde die Hammerhütte 1871 somit abgebrochen und an dieser Stelle bis 1873 die moderne neue Handelsmühle errichtet. Die Mühle besaß drei oberschlächtige Wasserräder, die vier Mahlgänge sowie sechs Graupengänge antrieben. Neben dem massiven Mühlengebäude wurde ein dreistöckiger Bodenspeicher errichtet.
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Der Umbau der Hauptmühle zur Weizen- und Roggenmühle im Jahr 1920 war dann der Stand, wie er sich heute wieder findet. Lediglich die Sichtanlagen wurden nach 1935 durch 2 Plansichter und eine Grießputzmaschine ersetzt. Die Leistungskapazität der Mühle lag bei 15 Tonnen Weizen und 12 Tonnen Roggen am Tag. Damit zählte sie zu den größeren Mühlen.
Der Betrieb der Mühle wurde 1960 eingestellt. Die Maschinen waren veraltet und die Investitionen nicht aufzubringen. Das Gebäude wurde nach der Stilllegung nicht weiter genutzt und die technische Einrichtung blieb vollständig erhalten. Lediglich im Erdgeschoss, das man als Modelllager nutzte, wurden die Elevatoren abgebaut. Von den Planungen, das gesamte Gebäude als Modelllager auszubauen und die Mühleneinrichtung zu entfernen, ging man wegen der großen Entfernung zur Gießerei glücklicher Weise wieder ab, so dass heute ein vollständiges, einzigartiges Industriemühlendenkmal erhalten geblieben ist.
Wegen des noch anstehenden, großen Sanierungsbedarfes im Inneren der Mühle ist eine öffentliche Besichtigung nicht möglich.
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